Das Studium als Auslaufmodell

In diesem Jahr wird ein Produkt auf den Markt kommen, welches den Anfang einer Zeit darstellen wird, die bis zum Jahr 2030 grundlegende Neuerungen im Bereich der Bildung und Wissensvermittlung mit sich bringen wird. Ich spreche von Google Glass. Schon dieses Produkt aus dem Jahre 2014 gibt die Möglichkeit so ziemlich alles Wissen der Welt in einem kurzen Augenblick abrufbar zu machen.

Die Forschung ist meinem Kenntnisstand nach bereits in der Entwicklungsphase von Chips, Linsen oder ähnlichen Geräten, welche in Zukunft mehr oder weniger unsichtbar im und am Körper arbeiten und somit allen, dem Fortschritt zugeneigten Menschen die Möglichkeit geben sich in Sekunden auf den selben Wissenstand bringen zu können.

Ich kann nicht sagen, ob es bis zum Jahre 2030 nicht noch viel weiterentwickelte Techniken geben wird als von mir beschrieben aber allein die oben genannte Tatsache lässt mich doch sehr daran zweifeln, ob es die universitäre Wissensvermittlung von heute im Jahre 2030 noch geben muss/wird.

Werden die eigentlichen Anforderungen nicht sein mit dieser Technik umzugehen und zu versuchen Kreativität, soziale Intelligenz und soziale Verantwortung sowie Neugierde zu entwickeln anstatt Wissen zu vermitteln, welches jeder Person ohnehin in Sekunden zur Verfügung stehen wird.

Das E-Learning und E-Teaching ist eigentlich heute schon dazu bereit viel intensiver genutzt zu werden als es die meisten Universitäten und Studenten tun. Als Beispiel sei hier youtube genannt wo sich Dozenten bereits deutschlandweit einen guten Ruf dadurch erarbeitet haben Ihre Inhalte sehr gut zu erklären und zu vermitteln.

Mein Vorschlag wäre also zunächst wirkliche Expertenmeinungen zu möglicher Technologieentwicklungen im Jahre 2030 einzuholen, um im Anschluss zu überlegen ob nicht das Erschaffen neuer "digital-sozialer" Studiengänge eine gute Möglichkeit ist die Uni auch im Jahre 2030 zu einem interessanten Ort zu machen.