E-Universität

Ich denke, dass im Jahr 2030 die Uni nicht mehr in der Form existieren wird wie wir sie kennen. Das Präsenzstudium wird zu einem großen Teil durch gezieltes E-Lehren und E-Lernen ersetzt werden. So wird es die Möglichkeit des (Live)Streamings für alle Veranstaltungen geben, auch Tutorien könnten so abgehalten werden. Veranstaltungen werden mit verschiedenen Apps unterstützt, die z.B. die Kommunikation von Dozenten und Studenten vereinfachen.

Auch wird es mehr Online-Kurse in Kooperation mit anderen Universitäten geben, wie es bereits für einige Kurse auf der Onlinplattform StudIP der Fall ist. Hierdurch können Ressourcen eingespart werden und die Studieninhalte werden deutschlandweit besser angepasst. Somit haben z.B. Studenten der BWL nach ihrem Abschluss einen vergleichbareren Wissensstand über Methoden, Best Practices etc. wodurch die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt erhöht wird.

Ich hoffe außerdem sehr, dass die Universität mehr Wert auf Praxisbezug legen wird, um den Studenten die Unsicherheit vor dem Jobeinstieg etwas zu nehmen. So haben auch die Unternehmen bessere Chancen auf Absolventen, die nicht nur auf Auswendiglernen gedrillt sind, sondern tatsächlich etwas von Zusammenhängen die in der Praxis relevant sind verstehen. Ich könnte mir insbesondere Workshops, Pitches, Onlineplanspiele o.ä. in Kooperation mit Unternehmen vorstellen.

Durch vermehrte Kooperationen mit anderen Universitäten und Unternehmen können Studenten ihr Wissen anwenden und es gibt ein einheitlicheres Wissensniveau, das auch unterschiedliche Ansätze mit aufgreift und nicht nur die einzelne Meinung eines Dozenten wiederspiegelt. Das größte Problem hierbei wird allerdings die Abstimmung aller beteiligten Personen und ein daraus resultierender Machtkampf untereinander sein. Hier muss man mit gezielten Maßnahmen gegensteuern, um ein gutes Miteinander zu schaffen.